Für Unternehmen kommt es darauf an, Kosten zu sparen. Die Reduzierung von Verpackungsmaterial trägt nicht nur zur Senkung der Kosten bei, sondern schont auch die Ressourcen und ist ein Beitrag zum Umweltschutz. Durch die Einsparung von Verpackungsmaterial muss weniger Müll entsorgt werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Verpackungsmaterial einzusparen, ohne dass an der Qualität gespart wird. Alles beginnt bei der Verpackungsoptimierung, bei der es darum geht, die Verpackung bezüglich Materialeinsatz, Größe und Recycelbarkeit zu gestalten. Auch bei der Wahl der geeigneten Versandverpackung lässt sich sparen.
Warum ist es wichtig, Verpackungsmaterial zu reduzieren?
Sowohl bei Produktverpackungen als auch bei Versandverpackungen ist es für Unternehmen wichtig, Verpackungsmaterial zu reduzieren. Unternehmen sparen Kosten, leisten einen Beitrag zum Umweltschutz und können bei den Verbrauchern punkten. Immer mehr Menschen achten auf Nachhaltigkeit, was sich in ihrem Konsumverhalten zeigt. Sie achten darauf, dass die Verpackungen aus umweltfreundlichem Material bestehen und möglichst wenig Verpackungsmüll anfällt. Die Produkt- oder Versandverpackung kann Unternehmen dabei helfen, ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen und ihr Markenimage zu festigen. Eine Verpackung, für die möglichst wenig Material verwendet wurde und die nur so groß wie nötig ist, kommt bei den Kunden gut an. Die Kunden nehmen das Unternehmen als umweltbewusst wahr und müssen nicht viel Verpackungsmaterial entsorgen.
Die Reduzierung von Verpackungsmaterial ist wichtig bei der Logistik. Sind die Verpackungen nicht zu groß, ist der Platzbedarf im Lager und auf den Transportfahrzeugen geringer. Der dadurch nicht benötigte Platz kann anderweitig genutzt werden. Verpackungen mit weniger Material helfen, Kosten zu sparen, da die Produkte kosteneffizient transportiert werden können. Auch mit weniger Material kann die Verpackung sicher sein und die Waren beim Transport schützen. Es kommt auf ein geringes Volumen und Gewicht der Verpackung an, damit die Transportmittel optimal ausgelastet werden.
Die Vorschriften für Unternehmen, umweltfreundliche Verpackungen zu verwenden und beim Material zu sparen, werden immer strenger. Auch innerhalb der EU und in Deutschland setzen sich solche Vorschriften durch. Unternehmen können sich schon jetzt auf die in Zukunft strengeren Vorschriften vorbereiten, ihr Image verbessern und Strafgelder vermeiden.
Was ist die Verpackungsoptimierung?
Die Verpackungsoptimierung dient nicht ausschließlich zur Einsparung von Verpackungsmaterial. Sie umfasst alle Maßnahmen zur Verbesserung von Verpackungen und schließt die Größe, das Material, das Design, die Eigenschaften, aber auch die Prozesse zur Herstellung der Verpackung ein. Um Einsparpotenziale zu nutzen, sollte die gesamte Wertschöpfungskette bei der Verpackungsoptimierung berücksichtigt werden.
Zur Verpackungsoptimierung gibt es verschiedene Möglichkeiten:
· Suche nach Alternativen beim Verpackungsmaterial, die umweltfreundlicher und nachhaltiger als das bisherige Material sind und über ähnliche Eigenschaften verfügen
· Optimierung der Verpackungsgröße, um Verpackungsmaterial, Füllmaterial und Transportkosten zu sparen
· Optimierung des Designs, um die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden zu wecken
· Prozessoptimierung, um Verpackungen effizienter, schneller und kostengünstiger herzustellen
· Auslieferung der geeigneten Verpackungslieferanten, um zuverlässig und kostengünstig mit qualitativ hochwertigen Verpackungen beliefert zu werden
Bestandsaufnahme als Grundlage zur Einsparung von Verpackungsmaterial
Der erste Schritt zur Reduzierung von Verpackungsmaterial ist die Bestandsaufnahme. Unternehmen sollten sich über ihre aktuellen Verpackungsprozesse und die verwendeten Verpackungsmaterialien informieren. Dazu gehören auch Versandkartons, Versandtaschen, Polster- und Füllmaterial sowie Klebeband. Auch die Bedürfnisse der Kunden und die Transportwege müssen in die Analyse einfließen, um die Verpackung an die Kundenbedürfnisse anzupassen und die Produkte auch bei langen Transportwegen zu schützen. Für eine effizientere Gestaltung der Verpackungslösungen müssen die verschiedenen Abteilungen und die Lieferanten zusammenarbeiten.
Die Verpackungslösungen müssen die Produkte schützen und auch den Anforderungen der Kunden gerecht werden. Immer mehr Verbraucher legen Wert auf eine umweltfreundliche Verpackung. Daher kommt es darauf an, dass die Verpackung funktional und ökologisch zugleich ist.
Mit der Reduktion von Verpackungsmaterial sparen Unternehmen Kosten, schonen die Ressourcen und reduzieren Abfall. Die Reduzierung von Verpackungsmaterial bedeutet nicht nur, dass kleinere Verpackungen verwendet werden, für die weniger Material benötigt wird. Auch ein hoher Anteil an Recyclingmaterial reduziert das Verpackungsmaterial, da für die Kartonagen weniger Frischfasern benötigt werden. Unternehmen sollten bei ihrer Bestandsaufnahme auch prüfen, welchen Anteil an Recyclingmaterial ihre Verpackungen haben. Verpackungen, die nur über einen geringen Anteil an recyceltem Material verfügen, können gegen Verpackungslösungen ausgetauscht werden, die über einen hohen Anteil aus Recyclingmaterial bestehen. Auch wiederverwendbare Verpackungslösungen tragen dazu bei, Verpackungsmaterial zu reduzieren.
Lösungen, mit denen sich Verpackungsmaterial reduzieren lässt
Unternehmen können das Verpackungsmaterial mit verschiedenen Lösungen reduzieren. Abhängig von den benötigten Verpackungen gibt es verschiedene Einsparpotenziale. Für die Unternehmen kommt es darauf an, zu analysieren, welche Verpackungen sie am häufigsten verwenden und ob es dafür Alternativen und Einsparungsmöglichkeiten gibt.
Verwendung von Recyclingmaterial
Der Verbrauch von Neuware lässt sich durch einen höheren Anteil an Recyclingmaterial reduzieren. Kartons aus Wellpappe, aber auch Packpapier als Füllmaterial sowie Versandtaschen aus Vollpappe und Wellpappe bestehen häufig zu einem hohen Anteil oder komplett aus Recyclingmaterial. Sekundärfasern und Rezyklate sorgen für weniger Abfall bei den Verpackungen und sparen Frischfasern sowie neues Material ein. Auch für Verpackungsmaterial aus Kunststoff gibt es Alternativen aus recyceltem Material, darunter Verpackungschips, Luftpolsterfolie und Luftpolstertaschen.
Mehrfacher Einsatz von Verpackungen
Verpackungsmaterial lässt sich einsparen, wenn Verpackungen mehrmals verwendet werden. Das ist nicht nur bei Getränkeflaschen aus Glas und zum Teil aus Kunststoff möglich, sondern auch bei anderen Verpackungen. Dabei kommt es darauf an, dass sich die Verpackungen leicht reinigen lassen und dass auch der Verschluss mehrfach verwendbar ist. Auch Thermoboxen aus Styropor sind mehrfach verwendbar. Um Versandkartons mehrmals zu verwenden, müssen geeignete Rückführungssysteme geschaffen werden. Im Versandhandel ist wichtig, dass die Versandverpackungen von den Kunden bei Retouren wiederverwendet werden können. Bei Kartonagen und Versandtaschen kann ein doppelter Selbstklebeverschluss dabei helfen, die Verpackungen mehrmals zu verwenden.
Nutzung von individuellen Verpackungslösungen
Unternehmen können Produktverpackungen individuell anfertigen lassen, um für ihre Produkte passgenaue Verpackungen zu verwenden und Material einzusparen. Bei einem geringen Materialeinsatz bietet die Produktverpackung optimalen Schutz, wenn sie genau auf das Produkt angepasst wird. Das gilt auch für Versandverpackungen, die genau auf das Versandgut abgestimmt werden können. Solche Verpackungen können individuell mit dem Firmenlogo und in den Firmenfarben bedruckt werden. Die Auswahl an Versandkartons, aber auch an Versandtaschen ist riesig. So können Unternehmen speziell für ihre Waren die passenden Verpackungen verwenden. Für den Versand von kleinen Artikeln eignen sich auch Großbriefkartons und Maxibriefkartons, die stabil sind und einen guten Schutz bieten.
Versandkartons können nicht nur auf die Größe, sondern auch auf das Gewicht und die Beschaffenheit der Versandgüter abgestimmt werden. Für schwere Versandgüter eignen sich zweiwellige Kartons, die aus stabiler zweiwelliger Wellpappe bestehen. Um Verpackungsmaterial einzusparen, können für leichtere Artikel einwellige Kartons verwendet werden. Sie sind leichter und haben eine geringere Tragkraft als zweiwellige Kartons, doch sind sie auch kostengünstiger.
Verpackungen mit integriertem Verschluss verwenden
Verpackungsmaterial lässt sich mit Verpackungen mit integriertem Verschluss einsparen, da kein Klebeband benötigt wird. Versandtaschen verfügen über einen integrierten Verschluss. FIX-Aufrichtekartons lassen sich in Sekundenschnelle aufrichten und sparen Klebeband. Bei diesen Kartons muss der Boden nicht verklebt werden, da er sich von selbst verschließt. Am Deckel befindet sich eine Verschlusslasche mit selbstklebendem Verschluss. Ein Klebestreifen schützt den Verschluss und wird zum Verschließen des Kartons abgezogen. Mit solchen Kartons sparen Unternehmen nicht nur Material, sondern auch Zeit, da sie ihre Verpackungen nicht erst mit Klebeband verschließen müssen.
Beutel verschweißen und Material einsparen
Unternehmen, die ihre Produkte in Beuteln verpacken, können Schlauchfolie verwenden und die Beutel verschweißen. Die Schlauchfolie lässt sich in ihrer Länge passgenau an die Produkte anpassen. Als Verpackung müssen keine Beutel in unterschiedlichen Größen gekauft werden, da die Produkte in einen Schlauch gesteckt werden, der verschweißt wird. Die Schlauchfolie wird in der Länge zurechtgeschnitten. Verschiedene Schweißgeräte saugen die Luft aus der Verpackung, verschweißen die Verpackung und verfügen über eine Abschneideeinrichtung zum Abschneiden der Folie in der gewünschten Länge.
Verpackungsmaterial sparen mit dem Kartonfinder
Der Kartonfinder hilft dabei, den Karton in der richtigen Größe für den Versand zu finden, und trägt zur Einsparung von Verpackungsmaterial bei. Die Felder des Kartonfinders werden mit Angaben über Länge, Breite und Höhe des Versandguts ausgefüllt. Die verfügbaren Kartons werden angezeigt. So kann der Karton in seiner Größe passend zur Größe des Versandguts gewählt werden. Damit lässt sich auch Füllmaterial einsparen, da weniger Hohlräume entstehen, die gefüllt werden müssen.
Richtige Lagerung von Verpackungsmaterial
Verpackungsmaterial lässt sich dauerhaft einsparen, wenn es richtig gelagert wird. Damit wird vermieden, dass die Kartonagen und andere Verpackungsmaterialien durch unsachgemäße Lagerung geschädigt werden. Zu hohe und zu niedrige Luftfeuchtigkeit schädigen die Verpackungen ebenso wie zu hohe und zu niedrige Temperaturen oder Temperaturschwankungen. Die Verpackungen bleiben bei sachgemäßer Lagerung stabil, weichen nicht durch und schimmeln nicht. Sie müssen nicht durch neue Verpackungen ersetzt werden.
Bei der Lagerung von Verpackungen kommt es auf die folgenden Faktoren an:
· Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent
· ideale Raumtemperatur von 15 bis 20 Grad Celsius
· Vermeidung von Temperaturschwankungen
· intensive Sonneneinstrahlung vermeiden
· Kartons nicht in der Nähe von Heizkörpern und Fenstern lagern
· nicht zu viele Kartons übereinander stapeln
Wichtig ist auch bei der Bestellung von Verpackungsmaterial, dass die Menge an Kartons an den tatsächlichen Bedarf angepasst wird. Mit Mengenrabatten bei größeren Bestellungen verringern sich die Preise bei den einzelnen Kartons. Es ist jedoch nur dann sinnvoll, große Mengen zu bestellen, wenn sie tatsächlich benötigt werden. Große Mengen binden Kapital und Lagerkapazität und können auch dazu führen, dass die Kartons bei der Lagerung geschädigt werden.
Nutzung von automatischen Verpackungslösungen
Unternehmen können Verpackungsmaterial reduzieren, wenn sie automatische Verpackungslösungen nutzen. Nicht nur Material, sondern auch Arbeitszeit lässt sich damit einsparen. Mit Verpackungsmaschinen kann die Verpackungsarbeit effizient gestaltet werden, was auch zur Einsparung von Material beiträgt. Ein Beispiel dafür sind Umreifungsmaschinen, die den Bedarf an Umreifungsband verringern. Das Umreifungsband wird maschinell zugeschnitten und verschlossen. Es muss nicht manuell zurechtgeschnitten und verschlossen werden, was zu einem höheren Verbrauch führt. Mit einem Kartonschredder können Kartons in Unternehmen geschreddert werden. Sie müssen nicht entsorgt werden. Abfall, aber auch Füllmaterial werden dadurch reduziert, da das geschredderte Material aus den Altkartonagen noch als Füllmaterial verwendet werden können.
Solche automatischen Verpackungslösungen eignen sich jedoch nur für Unternehmen mit einem hohen Paketaufkommen, beispielsweise für größere Onlineshops. Für kleinere Unternehmen sind solche Lösungen zu teuer und rentieren sich nicht.
Verzicht auf alles, was nicht nötig ist
Um Verpackungsmaterial zu reduzieren, sollten Unternehmen bei der Verpackung auf alles verzichten, was nicht nötig ist. Was weggelassen wird, hängt auch vom jeweiligen Unternehmen ab. Unternehmen, die Luxusartikel anbieten, sind nicht daran interessiert, kleine Extras wie Seidenpapier oder edle Aufkleber wegzulassen.
Anders sieht es jedoch dort aus, wo Produkte im mittleren und unteren Preissegment verpackt werden. Seidenpapier ist nicht notwendig. Auch verschiedene Füllmaterialien wie Sizzle Pak, die optisch attraktiv sind, werden nicht benötigt. Packpapier oder Verpackungschips reichen als Füllmaterial aus.


