Materialeinsatz, Wiederverwendbarkeit und Entsorgung betreffen viele Bereiche des täglichen Lebens, darunter auch Verpackungen und den Versand von Paketen. Die Hersteller von Verpackungen bieten vermehrt Kartons und andere Versandverpackungen mit einem hohen Anteil an recyceltem Material an, die mehrfach verwendbar und bei sauberer Trennung und passender lokaler Sammelstruktur recyclingfähig sind. Verpackungen mit klaren Material- und Entsorgungshinweisen können wirtschaftlich vorteilhaft sein, wenn weniger Verpackungsmaterial verwendet wird oder die Verpackungen mehrfach genutzt werden können. Solche Verpackungen können auch attraktiv gestaltet sein, wenn sie mit Farben mit transparenten Material- und Produktangaben bedruckt werden. Für einen Versand mit nachvollziehbaren Material- und CO₂e-Angaben kommt es nicht nur auf die Verpackung, sondern auch auf klar belegte CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsangebote der Versanddienstleister an. Ziel ist es, ausgewiesene CO₂e-Emissionen zu reduzieren oder transparent zu kompensieren. Versanddienste bieten dafür unterschiedliche CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsmodelle an.
Welche Bedeutung haben transparente Material- und Entsorgungsangaben?
Das Aufkommen an Verpackungen lag im Jahr 2000 bereits bei 151 Millionen Tonnen Verpackungsmaterial. Diese Menge stieg im Jahr 2018 um weitere 37 Millionen Tonnen. Für Produktverpackungen, aber mitunter auch für Versandverpackungen wird häufig Plastik verwendet, das aus Erdöl hergestellt wird. Erdöl ist ein begrenzt verfügbarer Rohstoff, die Herstellung von Plastik ist ressourcenintensiv, und Plastik ist je nach Materialart, Verschmutzung und lokaler Sammelstruktur nur eingeschränkt recyclingfähig. Bei den Plastikverpackungen handelt es sich größtenteils um Einwegprodukte, die oft nicht länger als fünf Minuten in Gebrauch sind. Nach weniger als einem Monat landet ungefähr die Hälfte dieser Einwegprodukte im Müll. Ein Teil davon gelangt in die Ozeane, wo es für viele Tiere im Meer zu einer tödlichen Belastung wird. Ein Teil davon wird zu Mikroplastik zerrieben und kann mit dem Verzehr von Fischen und anderen Meerestieren auch in die Nahrungskette des Menschen gelangen. Jährlich landen ungefähr neun Millionen Tonnen Plastik im Meer.
Diese Entwicklung ist alarmierend. Daher kommt es auf Verpackungen mit konkret benannten Material- und Entsorgungseigenschaften an. Kartons aus Wellpappe sind wichtige Beispiele, da sie über einen hohen Anteil an Recyclingmaterial verfügen und je nach Materialausführung und lokaler Sammelstruktur recyclingfähig sind. Als Alternative zu Plastik werden auch Kunststoffverpackungen aus Naturmaterialien hergestellt, die ähnlich gute Eigenschaften wie Plastik bieten, aber je nach Materialausführung für bestimmte Entsorgungswege ausgelegt sind. Folientaschen, wie sie beispielsweise für den Versand von Kleidung genutzt werden, bestehen häufig aus je nach Materialausführung für bestimmte Entsorgungswege ausgelegtem Material und können über einen geeigneten Entsorgungsweg behandelt werden.
Material- und Entsorgungsbilanz von verschiedenen Verpackungsarten
An dieser Stelle ist es nicht möglich, die Material- und Entsorgungsbilanz aller Arten von Verpackungen zu beschreiben. Daher werden stellvertretend nur einige Verpackungsarten hinsichtlich ihrer Material- und Entsorgungsbilanz näher beleuchtet.
- Mehrwegverpackungen: Die Material- und Entsorgungsbilanz von Mehrwegverpackungen ist umso besser, je häufiger diese Verpackungen genutzt werden können. Es gilt daher, den Lebenszyklus dieser Verpackungen zu erhöhen. Immer mehr Firmen bieten an, Verpackungen, die bereits verwendet wurden, erneut zu nutzen. Kartons und Faltschachteln aus Wellpappe sind solche Mehrwegverpackungen. Es gibt jedoch auch Mehrwegverpackungen aus Kunststoff und anderen Materialien. Für eine gute Material- und Entsorgungsbilanz kommt es auf einen Produktlebenszyklus mit transparenten Material- und Entsorgungsangaben von den Inhaltsstoffen über die Herstellung und die Nutzung bis hin zur Entsorgung über geeignete Sammel- und Recyclingstrukturen an.
- Papier und Karton: Für die Herstellung von Papier und Karton wird Wasser benötigt. Die Material- und Entsorgungsbilanz hängt unter anderem von Rohstoffquelle, Recyclinganteil, Verarbeitung und Entsorgungsweg ab. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und je nach Verarbeitung sowie lokaler Sammelstruktur recyclingfähig. Günstiger kann die Material- und Entsorgungsbilanz ausfallen, wenn Papier und Karton einen hohen Anteil an recyceltem Papier enthalten; maßgeblich sind konkrete Produktdaten. Holz kann aus zertifizierter Forstwirtschaft verwendet werden. Häufig werden für die Herstellung mit konkret benannten Material- oder Prozessangaben von Papier und Karton Holzabfälle wie Sägespäne verwendet.
- Bio-Plastik: Bio-Plastik ist ein Kunststoff, der aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird. Für die Herstellung können beispielsweise Maisstärke oder Zuckerrohr verwendet werden. Allerdings kommt es darauf an, dass der natürliche Ausgangsstoff unter nachvollziehbaren Anbaubedingungen gewonnen wird. Auf Monokultur, Kunstdünger und chemische Pflanzenschutzmittel sollte beim Anbau verzichtet werden. Die Material- und Entsorgungsbilanz von Bio-Plastik hängt von Rohstoff, Herstellung, Nutzung und Entsorgungsweg ab. Um eine gute Material- und Entsorgungsbilanz zu erhalten, kommt es auch auf die richtige Entsorgung an. Die Verpackungen sollten nicht im Müll entsorgt, sondern über einen geeigneten Entsorgungsweg behandelt werden. Häufig können Verpackungen aus Bio-Plastik mehrfach verwendet werden.
- Herkömmlicher Kunststoff: Herkömmlicher Kunststoff besteht aus fossilen Rohstoffen wie Polyaddukten, Polykondensaten oder Polymerisaten. Alle diese Materialien weisen eine schlechte Material- und Entsorgungsbilanz auf, da sie häufig auf der nur begrenzt vorhandenen Ressource Erdöl basieren. Die Material- und Entsorgungsbilanz kann durch die Nutzung von recycelten Kunststoffen verbessert werden. Bereits vorhandenes Plastik wird recycelt und dann weiterhin verwendet. Auch Verpackungen aus herkömmlichem Kunststoff sind mitunter mehrfach verwendbar.
Welche Material- und Entsorgungsangaben sind relevant?
Verpackungen dienen längst nicht mehr nur zum Schutz der Ware beim Transport und bei der Lagerung, sondern sie sind auch wichtige Markenbotschafter. Da immer mehr Kunden auf Materialeinsatz, Wiederverwendbarkeit und Entsorgung achten, können Unternehmen ihr Image mit transparent gekennzeichneten Verpackungen verbessern. Solche Verpackungen können auch individuell bedruckt und sogar veredelt werden, wenn Farben mit transparenten Material- und Produktangaben, Druckverfahren und Lacke verwendet werden. Die Verpackung stellt häufig den ersten physischen Kontakt eines Kunden mit einer Marke oder einem Online-Versender dar. Marken und Online-Händler, die auf klar beschriebene Material- und Entsorgungsangaben setzen, können zur Zufriedenheit der Kunden und zur Kundenbindung beitragen und sich von ihren Mitbewerbern positiv abheben.
Ein wichtiger Faktor für die Kundenzufriedenheit ist das Unboxing-Erlebnis, das Auspacken. Der Kunde soll sich bereits beim Auspacken auf das Produkt freuen. Das Auspacken soll ein angenehmes Erlebnis sein, an das sich der Kunde gerne erinnert. Eine durchdachte Verpackung kann dazu beitragen, dass Kunden den Anbieter positiv wahrnehmen und erneut dort bestellen.
Verpackungen mit klaren Material- und Entsorgungshinweisen können Materialeinsatz und Entsorgungsaufwand besser steuerbar machen. Sie helfen, Kosten zu sparen, wenn sie mehrfach verwendbar sind und einen hohen Anteil an recycelten Materialien enthalten.
Bei Verpackungen mit transparenten Material- und Entsorgungshinweisen kommt es auf verschiedene Kriterien an:
- Verwendung recyclingfähiger Materialien: Verpackungen aus recyceltem Papier wie Kartons oder Versandtaschen können je nach Materialzustand und lokaler Sammelstruktur recyclingfähig sein; Gras- oder Pilzverpackungen können je nach Materialausführung für bestimmte Entsorgungswege geeignet sein. Pilzgeflecht kann beispielsweise als Polsterung oder Füllmaterial genutzt werden. Solche Materialien sind mit konkreten Materialeigenschaften beschrieben und gleichzeitig ansprechend für die Kunden.
- Wiederverwendbare Verpackungen: Kartons sind wiederverwendbar, genau wie verschiedene andere Arten von Verpackungen. Für die Kunden müssen Anreize geschaffen werden, dass sie die Verpackungen zurücksenden. So werden langfristig Kosten gespart, der Verpackungsmüll wird reduziert.
- Optimierte Verpackungsgrößen: Die Verpackung sollte möglichst genau auf die Größe des Inhalts abgestimmt werden. So werden Material und auch Transportkosten gespart. CO₂e-Emissionen können sinken, wenn weniger Material und Versandvolumen benötigt werden. Optimierte Verpackungsgrößen können daher eine Versandstrategie mit reduziertem Materialeinsatz unterstützen.
- Minimierung von Füllmaterial: Als Füllmaterial können Materialien mit ausgewiesenem Recyclinganteil, Wiederverwendungspotenzial oder konkreten Entsorgungseigenschaften wie je nach Materialausführung für bestimmte Entsorgungswege ausgelegte Verpackungschips, SizzlePak aus recyceltem Papier oder recyceltes Packpapier verwendet werden. Diese Materialien bieten einen guten Schutz für die Waren und können den Einsatz von Kunststoff-Füllmaterial reduzieren.
Es kommt nicht nur auf Materialien mit ausgewiesenem Recyclinganteil, Wiederverwendungspotenzial oder konkreten Entsorgungseigenschaften und ein möglichst geringes Gewicht an. Wichtig ist auch Stabilität, damit die Verpackung einen guten Schutz für die Ware bietet und die Ware beim Transport nicht beschädigt wird oder verlorengeht. Die Ware muss dann nicht umverpackt werden, da die Verpackung auf dem Transportweg nicht beschädigt wird.
Pappe und Wellpappe als Verpackungsmaterialien
Pappe und Wellpappe können je nach Recyclinganteil, Faserherkunft und Entsorgungsweg materialbezogene Vorteile bieten. Aus Vollpappe werden Großbrief- und Maxibriefkartons, aber auch Versandtaschen angeboten. Wellpappe wird für die Herstellung von Kartons und Versandtaschen verwendet. Um den Materialeinsatz bei leichteren und weniger empfindlichen Produkten zu reduzieren, können Kartons aus einwelliger Wellpappe verwendet werden. Kartons aus zwei- oder dreiwelliger Wellpappe eignen sich für schwerere und für empfindlichere Artikel. Wellpappe wird nicht nur zur Herstellung von Kartons, sondern auch als Rollenwellpappe verwendet. Sie eignet sich als Füll- und Polstermaterial.
Wellpappe ist leicht und bietet dennoch aufgrund ihrer Beschaffenheit einen guten Schutz. Abhängig vom Hersteller besteht Wellpappe im Schnitt aus 80 Prozent Altpapier. Zusätzlich werden Frischfasern für die Herstellung von Wellpappe verwendet. Dauerhaft sind diese Frischfasern, wenn sie von FSC-zertifizierten Bäumen aus zertifizierter Forstwirtschaft stammen. Häufig wird Bruch- oder Durchforstungsholz für die Produktion von Wellpappe genutzt, das bei der Waldpflege anfällt. Die Recyclingquote von Wellpappe liegt bei 95 Prozent.
RESY-Kennzeichen bei Verpackungen aus Papier, Karton und Pappe
RESY ist ein in Deutschland verwendetes Recyclingsystem, das die sichere und Entsorgung über ein definiertes System beschreibt. Zwischen allen Beteiligten sind die Abläufe klar strukturiert. Unternehmen, die an RESY teilnehmen, übernehmen die Verantwortung für die Entsorgung von Produkten aus Wellpappe. Dazu sind diese Unternehmen seit 1991 verpflichtet. Die an RESY teilnehmenden Unternehmen haben die Umverpackungen mit dem Schriftzug „RESY“ und drei Pfeilen in Dreiecksform gekennzeichnet.
Das Recyclingzeichen wird von der RESY Organisation für Wertstoffentsorgung vergeben. Zu dieser starken Gemeinschaft haben sich Hersteller von Wellpappenrohpapier und von Wellpappe sowie Entsorgungsunternehmen für Altpapier zusammengeschlossen. An der Organisation sind die Reclay Systems GmbH, der VDW und der Verband Die Papierindustrie e. V. beteiligt.
Unternehmen erhalten nur dann das RESY-Zeichen, wenn ihre Produkte aus Papier, Karton oder Pappe bestehen. Diese Unternehmen dürfen nur in geringem Maße Kunststoffbeschichtungen, Klebebänder und Klebstoffe verwenden. Klebebänder und Kunststoffbeschichtungen müssen sich leicht herauslösen lassen und nach den RESY-Kriterien recyclingfähig sein. Das RESY-Zeichen enthält eine Identifikationsnummer. So lässt sich jede in Umlauf gebrachte Verpackung einem Hersteller zuordnen.
Material und Entsorgung beim Klebeband
Wenn es sich bei den Versandverpackungen nicht um Kartons oder Versandtaschen mit selbstklebendem Verschluss handelt, kann auf Klebeband zum Verschließen der Verpackungen nicht verzichtet werden. Eine mögliche Alternative ist Klebeband aus Bio-Kunststoff, dessen Entsorgung von Materialausführung und lokaler Sammelstruktur abhängt. Es kommt auf eine gute Klebekraft an. Auch Klebeband aus Papier kann je nach Einsatzbereich eine Alternative sein. Es kann mit geeignetem Klebstoff verwendet werden.
Versand mit CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsangeboten
Für einen Versand mit nachvollziehbaren Material- und CO₂e-Angaben kommt es neben der Verpackung auch auf die ausgewiesenen Reduktions- oder Kompensationsangebote der Versanddienstleister an. Einen wichtigen Beitrag zu CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsangeboten der Versanddienstleister leisten Verpackungen, die in der Größe genau auf den Inhalt abgestimmt sind.
Versand mit CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsangeboten bedeutet, dass Anbieter Maßnahmen zur Reduktion oder zum Ausgleich ausgewiesener Emissionen benennen. Für die CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsangebote der Versanddienstleister gibt es zwei Möglichkeiten:
- Reduzierung von CO₂e-Emissionen von Anfang an
- nachträgliche Kompensation ausgewiesener CO₂e-Emissionen
Eine vollständige Vermeidung von Treibhausgasen ist im Versand bislang nicht realistisch. Daher kombinieren die Versanddienste häufig beide Möglichkeiten miteinander. Sie reduzieren oder kompensieren nach eigenen Angaben ausgewiesene Treibhausgase über entsprechende Modelle. Sie unterstützen zertifizierte Klimaprojekte, setzen auf Energieversorgung mit erneuerbaren Energien oder verwenden Elektrofahrzeuge.
Möglichkeiten für Online-Händler bei Materialeinsatz und belegbaren CO₂e-Angaben im Versand
Für Online-Händler kommt es darauf an, einen Versanddienst zu wählen, der CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsangebote transparent ausweist. Zusätzlich können die Online-Händler weitere Beiträge zu CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsangeboten der Versanddienstleister leisten:
- bei der Bestellung von mehreren Artikeln den Kunden anbieten, alle Artikel mit nur einer Sendung zu liefern, wenn nicht alle Artikel sofort lieferbar sind
- Bündelung von Sendungen, die ein ähnliches Ziel haben
- CO₂e-Kompensation durch Unterstützung zertifizierter Klimaprojekte mit transparenten Nachweisen
- Lieferung an Packstationen, um unnötige Zweit- und Drittzustellungen zu vermeiden, wenn der Empfänger nicht zu Hause ist
- Regionalisierung der Lagerhaltung, um die Wege zu verkürzen
Versand mit CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsangeboten mit DHL
DHL nennt nach eigenen Angaben Ziele zur Reduktion logistischer Emissionen und transportiert bereits seit 2011 die nationalen Pakete und Päckchen von Privatkunden mit GoGreen. Privatkunden müssen dafür keinen Aufpreis zahlen. GoGreen wird seit Juli 2022 auch automatisch bei internationalen Sendungen von Privatkunden genutzt. Die nächste Stufe mit transparent ausgewiesenen Reduktionsmaßnahmen beschreibt DHL mit GoGreen Plus. Damit sollen nach Anbieterangaben Treibhausgasemissionen im Logistiknetz reduziert werden.
GoGreen Plus kann für den nationalen und internationalen Versand von Päckchen und Paketen gebucht werden. Kunden können damit eine Versandoption mit transparent ausgewiesenen Reduktionsmaßnahmen wählen. Im logistischen Netz in Deutschland investiert DHL in zusätzliche Reduktionsmaßnahmen. Beim internationalen Flugtransport sollen Treibhausgasemissionen nach Anbieterangaben durch die Nutzung von Bio-Kerosin reduziert werden.
DHL nennt als Ziel, logistikbezogene Treibhausgasemissionen bis 2050 netto null zu erreichen. DHL hat dafür ein deutschlandweites Programm zur Emissionsreduktion ins Leben gerufen.
Versand mit CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsangeboten mit DHL GoGreen
DHL bietet für Pakete und Päckchen den Service GoGreen an. Für die Kunden entstehen keine zusätzlichen Kosten. Die beim Transport entstehenden Treibhausgasemissionen werden nach Anbieterangaben über Investitionen in weltweite Klimaschutzprojekte kompensiert.
Um unnötige Wege zu sparen, können Privatkunden von DHL die Paketmitnahme nutzen und ihre Pakete den Zustellern mitgeben. Die Privatkunden müssen für die Aufgabe von Paketen nicht in eine Postfiliale gehen.
Kunden können bei ausgewählten Strecken und Sendungen den Bahntransport wählen; mögliche Emissionseinsparungen gegenüber dem LKW-Transport hängen von Strecke, Sendung und Berechnungsmethode ab.
Klimagase reduzieren mit DHL GoGreen Plus
Kunden von DHL können den Service GoGreen Plus buchen, um für ihre Sendungen transparent ausgewiesene Reduktionsmaßnahmen im Versand zu nutzen. Dabei sollen Treibhausgasemissionen nach Anbieterangaben reduziert werden. Zusätzlich investiert DHL in Reduktionsmaßnahmen im logistischen Netz der DHL Gruppe. Das Unternehmen kauft E-Zustellfahrzeuge oder Kraftstoffe mit transparent ausgewiesenen Reduktionsangaben. Kunden können auch für den Paketempfang mit transparent ausgewiesenen Reduktionsmaßnahmen in ihrem Kundenkonto bei DHL GoGreen Plus buchen. Für den Versand mit transparent ausgewiesenen Reduktionsmaßnahmen der internationalen Päckchen und Pakete können Kunden DHL GoGreen Plus für ausgewählte Strecken bei der Online-Frankierung wählen.
Kunden können erfolglose Zustellversuche vermeiden, indem sie den Empfängerservice nutzen. So können sie den Ablageort, die Paketumleitung oder den Liefertag buchen. Um den Papierverbrauch zu reduzieren, können Kunden die digitale Zustellbenachrichtigung buchen. Dabei wird auf Benachrichtigungskarten aus Papier verzichtet.
Versand mit CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsangeboten mit anderen Versanddiensten
Nicht nur DHL bietet mit GoGreen und GoGreen Plus die CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsangebote der Versanddienstleister an. Auch bei anderen Versanddiensten ist der Versand mit CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsangeboten möglich.
Versand mit CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsangeboten bei Hermes
Hermes arbeitet für CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsangebote im Versand mit dem Partner Atmosfair, einer gemeinnützigen Klimaschutzorganisation, zusammen und unterstützt Klimaschutzprojekte zum Ausbau von erneuerbaren Energien und Energieeffizienztechnologien. Atmosfair entstand 2004 aus einem Forschungsprojekt des Bundesumweltministeriums. Die Klimaschutzprojekte sind zertifiziert.
Hermes nutzt Elektrofahrzeuge und nutzt an seinen Standorten Strom aus ausgewiesenen erneuerbaren Quellen zum Aufladen. Bei der Zustellung über Paketshops können nach Anbieterangaben CO₂e-Emissionen eingespart werden; belastbare Aussagen hängen von Vergleichsbasis, Zeitraum und Messmethode ab.
Versand mit CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsangeboten bei DPD
DPD nennt bereits seit 2006 CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsmaßnahmen im Versand und hat dafür verschiedene Maßnahmen beschrieben. In 350 europäischen Städten werden nach Anbieterangaben Verkehrsmittel mit transparent ausgewiesenen Reduktionsmaßnahmen genutzt. Zwischen 2021 und 2022 konnten die Emissionen nach Anbieterangaben gegenüber 2020 um 6,5 Prozent gesenkt werden. Die Zustellung erfolgt in 102 Städten mit transparent ausgewiesenen Reduktionsmaßnahmen. Die Luftqualität überwacht DPD in 28 Städten. DPD nennt als Ziel, ab dem 1. Januar 2024 bis 2040 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.
Versand mit CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsangeboten bei GLS
GLS bietet für Sendungen CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsmaßnahmen an. Dazu zählen nach Anbieterangaben der Einsatz von E-Fahrzeugen, die Nutzung von Strom aus ausgewiesenen erneuerbaren Quellen und die Unterstützung von Aufforstungsprojekten. Kunden von GLS erhalten ein jährliches Zertifikat zu den transparent ausgewiesenen Maßnahmen.
Weitere Versanddienste mit CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsangeboten
Neben den großen, bekannten Versanddiensten gibt es noch verschiedene weitere Versanddienste, die zum Teil nur regional tätig sind. Auch diese Dienste können die CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsangebote der Versanddienstleister anbieten. Über kurze Strecken können die Sendungen mitunter auch mit einem Lastenfahrrad transportiert werden. Privatpersonen können sich über die verfügbaren CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsangebote der Versanddienstleister informieren. Geschäftskunden können mitunter abhängig von ihrem jährlichen Paketaufkommen verschiedene Versanddienste mit CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsangeboten wählen. Unternehmen können ihr Material- und CO₂e-Profil transparenter darstellen, wenn sie sich für Versanddienstleister mit nachvollziehbaren CO₂e-Reduktions- oder Kompensationsangeboten entscheiden und ihre Kunden darüber informieren.
Materialeinsatz und Wiederverwendung bei Retouren
Um ressourcen- und materialbezogen zu handeln, können Online-Händler auch für Retouren mit reduzierter Zusatzverpackung sorgen. Die Versandverpackung, in der die Ware verschickt wurde, kann auch für die Retour verwendet werden. Sie muss sich dafür leicht verschließen lassen, damit der Kunde keine weitere Verpackung benötigt.
Retouren verursachen für Händler hohe Kosten und zusätzlichen Transportaufwand. Oft entsorgen die Unternehmen die zurückgeschickten Produkte, ohne sie auf Beschädigungen und Fehler zu prüfen und sie erneut anzubieten. Viele Unternehmen betrachten eine Wiederaufbereitung als aufwendig und teuer. Mit einen Retourenmanagement mit reduzierter Zusatzverpackung können Unternehmen alternative Lösungen für Waren entwickeln, die nicht mehr verkäuflich sind.
Unternehmen können mit besseren Produktbeschreibungen und aussagekräftigen Bildern die Zahl der Retouren senken. Bei Kleidung können den Kunden virtuelle Anprobetools bereitgestellt werden. Mit Anreizen für bewusste Kaufentscheidungen lassen sich Retouren vermeiden. Kunden können Rabatte oder Gutscheine für zusätzliche Einkäufe erhalten, wenn sie mehrfach bestellen und die Waren nicht zurückschicken. Solche Belohnungen schaffen Anreize, die Waren nicht zurückzuschicken.
Die retournierte Ware muss nicht entsorgt werden. Händler können sie zu reduzierten Preisen anbieten, um Kunden eine kostengünstige Alternative zum Neukauf zu bieten. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die retournierten Waren an soziale Einrichtungen zu spenden. Damit können Unternehmen ihr Image bei den Kunden verbessern. Auch die Übergabe der zurückgeschickten Waren an Recycling-Programme ist möglich.


