Nachhaltigkeit umfasst alle Bereiche des täglichen Lebens, darunter auch Verpackungen und den Versand von Paketen. Die Hersteller von Verpackungen bieten vermehrt Kartons und andere Versandverpackungen mit einem hohen Anteil an recyceltem Material an, die mehrfach verwendbar und problemlos recycelbar sind. Nachhaltige Verpackungen sind auch kostengünstig, da weniger Verpackungsmaterial verwendet wird und die Verpackungen mehrmals genutzt werden können. Solche Verpackungen können auch attraktiv gestaltet sein, wenn sie mit umweltfreundlichen Farben bedruckt werden. Um den Versand von Waren nachhaltig zu gestalten, kommt es nicht nur auf nachhaltige Verpackungen, sondern auch auf den klimaneutralen Versand an. Es geht darum, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Die Versanddienste bieten unterschiedliche Lösungen für den klimaneutralen Versand an.
Welche Bedeutung haben nachhaltige Verpackungen?
Das Aufkommen an Verpackungen lag im Jahr 2000 bereits bei 151 Millionen Tonnen Verpackungsmaterial. Diese Menge stieg im Jahr 2018 um weitere 37 Millionen Tonnen. Für Produktverpackungen, aber mitunter auch für Versandverpackungen wird häufig Plastik verwendet, das aus Erdöl hergestellt wird. Erdöl ist ein begrenzt verfügbarer Rohstoff, die Herstellung von Plastik belastet die Umwelt, Plastik ist nur zum Teil recycelbar. Bei den Plastikverpackungen handelt es sich größtenteils um Einwegprodukte, die oft nicht länger als fünf Minuten in Gebrauch sind. Nach weniger als einem Monat landet ungefähr die Hälfte dieser Einwegprodukte im Müll. Ein Teil davon gelangt in die Ozeane, wo es für viele Tiere im Meer zu einer tödlichen Belastung wird. Ein Teil davon wird zu Mikroplastik zerrieben und kann mit dem Verzehr von Fischen und anderen Meerestieren auch in die Nahrungskette des Menschen gelangen. Jährlich landen ungefähr neun Millionen Tonnen Plastik im Meer.
Diese Entwicklung ist alarmierend. Daher kommt es unbedingt auf umweltfreundliche, nachhaltige Verpackungen an. Kartons aus Wellpappe sind wichtige Beispiele, da sie über einen hohen Anteil an Recyclingmaterial verfügen und recycelbar sind. Als Alternative zu Plastik werden auch Kunststoffverpackungen aus Naturmaterialien hergestellt, die ähnlich gute Eigenschaften wie Plastik bieten, aber biologisch abbaubar sind. Folientaschen, wie sie beispielsweise für den Versand von Kleidung genutzt werden, bestehen häufig aus biologisch abbaubarem Material und können kompostiert werden.
Ökobilanz von verschiedenen Verpackungsarten
An dieser Stelle ist es nicht möglich, die Ökobilanz aller Arten von Verpackungen zu beschreiben. Daher werden stellvertretend nur einige Verpackungsarten hinsichtlich ihrer Ökobilanz näher beleuchtet.
· Mehrwegverpackungen: Die Ökobilanz von Mehrwegverpackungen ist umso besser, je häufiger diese Verpackungen genutzt werden können. Es gilt daher, den Lebenszyklus dieser Verpackungen zu erhöhen. Immer mehr Firmen bieten an, Verpackungen, die bereits verwendet wurden, erneut zu nutzen. Kartons und Faltschachteln aus Wellpappe sind solche Mehrwegverpackungen. Es gibt jedoch auch Mehrwegverpackungen aus Kunststoff und anderen Materialien. Für eine gute Ökobilanz kommt es auf einen umweltfreundlichen Produktlebenszyklus von den Inhaltsstoffen über die Herstellung und die Nutzung bis hin zur umweltfreundlichen Entsorgung an.
· Papier und Karton: Für die Herstellung von Papier und Karton wird viel Wasser benötigt, doch trotzdem weisen diese Verpackungsmaterialien eine gute Ökobilanz auf. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und gut recycelbar. Noch besser ist die Ökobilanz, wenn Papier und Karton über einen hohen Anteil an recyceltem Papier enthalten. Holz kann aus nachhaltiger Forstwirtschaft verwendet werden. Häufig werden für die umweltfreundliche Herstellung von Papier und Karton Holzabfälle wie Sägespäne verwendet.
· Bio-Plastik: Bio-Plastik ist ein Kunststoff, der aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird. Für die Herstellung können beispielsweise Maisstärke oder Zuckerrohr verwendet werden. Allerdings kommt es darauf an, dass der natürliche Ausgangsstoff biologisch nachhaltig angebaut wird. Auf Monokultur, Kunstdünger und chemische Pflanzenschutzmittel sollte beim Anbau verzichtet werden. Die Ökobilanz von Bio-Plastik ist besser als bei herkömmlichem Plastik. Um eine gute Ökobilanz zu erhalten, kommt es auch auf die richtige Entsorgung an. Die Verpackungen sollten nicht im Müll entsorgt, sondern kompostiert werden. Häufig können Verpackungen aus Bio-Plastik mehrfach verwendet werden.
· Herkömmlicher Kunststoff: Herkömmlicher Kunststoff besteht aus fossilen Rohstoffen wie Polyaddukten, Polykondensaten oder Polymerisaten. Alle diese Materialien weisen eine schlechte Ökobilanz auf, da sie häufig auf der nur begrenzt vorhandenen Ressource Erdöl basieren. Die Ökobilanz kann durch die Nutzung von recycelten Kunststoffen verbessert werden. Bereits vorhandenes Plastik wird recycelt und dann weiterhin verwendet. Auch Verpackungen aus herkömmlichem Kunststoff sind mitunter mehrfach verwendbar.
Was zeichnet nachhaltige Verpackungen aus?
Verpackungen dienen längst nicht mehr nur zum Schutz der Ware beim Transport und bei der Lagerung, sondern sie sind auch wichtige Markenbotschafter. Da immer mehr Kunden Wert auf Nachhaltigkeit legen, können Unternehmen ihr Image mit nachhaltigen Verpackungen verbessern. Solche Verpackungen können auch individuell bedruckt und sogar veredelt werden, wenn umweltfreundliche Farben, Druckverfahren und Lacke verwendet werden. Die Verpackung stellt häufig den ersten physischen Kontakt eines Kunden mit einer Marke oder einem Online-Versender dar. Marken und Online-Händler, die nachhaltige Verpackungen verwenden, können zur Zufriedenheit der Kunden und zur Kundenbindung beitragen und sich von ihren Mitbewerbern positiv abheben.
Ein wichtiger Faktor für die Kundenzufriedenheit ist das Unboxing-Erlebnis, das Auspacken. Der Kunde soll sich bereits beim Auspacken auf das Produkt freuen. Das Auspacken soll ein angenehmes Erlebnis sein, an das sich der Kunde gerne erinnert. Der Kunde verbindet mit dem Anbieter eine nachhaltige Verpackung mit guten Eigenschaften und kann zu einem Bestandskunden werden, indem er weiterhin dort bestellt.
Nachhaltige Verpackungen leisten einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und schonen die Ressourcen, das Klima und die Umwelt. Sie helfen, Kosten zu sparen, wenn sie mehrfach verwendbar sind und über einen hohen Anteil an recycelten Materialien enthalten.
Bei nachhaltigen Verpackungen kommt es auf verschiedene Kriterien an:
· Verwendung recyclingfähiger Materialien: Verpackungen aus recyceltem Papier wie Kartons oder Versandtaschen sind recyclingfähig, genauso Gras- oder Pilzverpackungen als biologisch abbaubare Alternativen. Pilzgeflecht kann beispielsweise als Polsterung oder Füllmaterial genutzt werden. Solche Materialien sind umweltfreundlich und gleichzeitig ansprechend für die Kunden.
· Wiederverwendbare Verpackungen: Kartons sind wiederverwendbar, genau wie verschiedene andere Arten von Verpackungen. Für die Kunden müssen Anreize geschaffen werden, dass sie die Verpackungen zurücksenden. So werden langfristig Kosten gespart, der Verpackungsmüll wird reduziert.
· Optimierte Verpackungsgrößen: Die Verpackung sollte möglichst genau auf die Größe des Inhalts abgestimmt werden. So werden Material und auch Transportkosten gespart. Die CO2-Emissionen werden reduziert. Optimierte Verpackungsgrößen tragen also zu einem klimaneutralen Versand bei.
· Minimierung von Füllmaterial: Als Füllmaterial können nachhaltige Materialien wie biologisch abbaubare Verpackungschips, SizzlePak aus recyceltem Papier oder recyceltes Packpapier verwendet werden. Diese Materialien bieten einen guten Schutz für die Waren und tragen zur Reduzierung von Plastikmüll bei.
Es kommt bei nachhaltigen Verpackungen nicht nur auf nachhaltige Materialien und ein möglichst geringes Gewicht an. Wichtig ist auch Stabilität, damit die Verpackung einen guten Schutz für die Ware bietet und die Ware beim Transport nicht beschädigt wird oder verlorengeht. Die Ware muss dann nicht umverpackt werden, da die Verpackung auf dem Transportweg nicht beschädigt wird.
Pappe und Wellpappe als nachhaltige Verpackungsmaterialien
Pappe und Wellpappe gehören zu den nachhaltigsten Verpackungsmaterialien. Aus Vollpappe werden Großbrief- und Maxibriefkartons, aber auch Versandtaschen angeboten. Wellpappe wird für die Herstellung von Kartons uns Versandtaschen verwendet. Um einen nachhaltigen Versand zu gewährleisten, können für leichtere und weniger empfindliche Produkte Kartons aus einwelliger Wellpappe verwendet werden. Kartons aus zwei- oder dreiwelliger Wellpappe eignen sich für schwerere und für empfindlichere Artikel. Wellpappe wird nicht nur zur Herstellung von Kartons, sondern auch als Rollenwellpappe verwendet. Sie eignet sich als Füll- und Polstermaterial.
Wellpappe ist leicht und bietet dennoch aufgrund ihrer Beschaffenheit einen guten Schutz. Abhängig vom Hersteller besteht Wellpappe im Schnitt aus 80 Prozent Altpapier. Zusätzlich werden Frischfasern für die Herstellung von Wellpappe verwendet. Nachhaltig sind diese Frischfasern, wenn sie von FSC-zertifizierten Bäumen aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Häufig wird Bruch- oder Durchforstungsholz für die Produktion von Wellpappe genutzt, das bei der Waldpflege anfällt. Die Recyclingquote von Wellpappe liegt bei 95 Prozent.
Nachhaltige Verpackungen mit dem Kennzeichen RESY
RESY ist ein in Deutschland verwendetes Recyclingsystem, das die sichere und umweltgerechte Entsorgung gewährleistet. Zwischen allen Beteiligten sind die Abläufe klar strukturiert. Unternehmen, die an RESY teilnehmen, übernehmen die Verantwortung für die Entsorgung von Produkten aus Wellpappe. Dazu sind diese Unternehmen seit 1991 verpflichtet. Die an RESY teilnehmenden Unternehmen haben die Umverpackungen mit dem Schriftzug „RESY“ und drei Pfeilen in Dreiecksform gekennzeichnet.
Das Recyclingzeichen wird von der RESY Organisation für Wertstoffentsorgung vergeben. Zu dieser starken Gemeinschaft haben sich Hersteller von Wellpappenrohpapier und von Wellpappe sowie Entsorgungsunternehmen für Altpapier zusammengeschlossen. An der Organisation sind die Reclay Systems GmbH, der VDW und der Verband Die Papierindustrie e. V. beteiligt.
Unternehmen erhalten nur dann das RESY-Zeichen, wenn ihre Produkte aus Papier, Karton oder Pappe bestehen. Diese Unternehmen dürfen nur in geringem Maße Kunststoffbeschichtungen, Klebebänder und Klebstoffe verwenden. Klebebänder und Kunststoffbeschichtungen müssen sich leicht herauslösen lassen und recycelbar sein. Das RESY-Zeichen enthält eine Identifikationsnummer. So lässt sich jede in Umlauf gebrachte Verpackung einem Hersteller zuordnen.
Nachhaltigkeit beim Klebeband
Wenn es sich bei den nachhaltigen Versandverpackungen nicht um Kartons oder Versandtaschen mit selbstklebendem Verschluss handelt, kann auf Klebeband zum Verschließen der Verpackungen nicht verzichtet werden. Nachhaltig ist Klebeband, das aus Bio-Kunststoff besteht und biologisch abbaubar ist. Es kommt auf eine gute Klebekraft an. Auch Klebeband aus Papier ist nachhaltig. Es kann mit nachhaltigem Klebstoff verwendet werden.
Klimaneutraler Versand
Um den Versand nachhaltig zu gestalten, kommt es neben nachhaltigen Verpackungen auch auf den klimaneutralen Versand an. Einen wichtigen Beitrag zum klimaneutralen Versand leisten Verpackungen, die in der Größe genau auf den Inhalt abgestimmt sind.
Klimaneutraler Versand bedeutet, dass die Menge an schädlichen Klimagasen in der Atmosphäre nicht erhöht wird. Für den klimaneutralen Versand gibt es zwei Möglichkeiten:
· Vermeidung aller CO2-Emissionen von Anfang an
· nachträgliche Kompensation des CO2-Ausstoßes
Die komplette Vermeidung von Klimagasen ist bislang unmöglich. Daher kombinieren die Versanddienste häufig beide Möglichkeiten miteinander. Sie gleichen die verursachten Treibhausgase mit dem klimaneutralen Versand aus. Sie unterstützen zertifizierte Klimaprojekte, setzen auf nachhaltige Energieversorgung mit erneuerbaren Energien oder verwenden Elektrofahrzeuge.
Möglichkeiten für Online-Händler beim nachhaltigen Versand
Um den klimaneutralen Versand zu gewährleisten, kommt es für Online-Händler darauf an, einen Versanddienst zu wählen, der klimaneutral arbeitet. Zusätzlich können die Online-Händler weitere Beiträge zum klimaneutralen Versand leisten:
· bei der Bestellung von mehreren Artikeln den Kunden anbieten, alle Artikel mit nur einer Sendung zu liefern, wenn nicht alle Artikel sofort lieferbar sind
· Bündelung von Sendungen, die ein ähnliches Ziel haben
· CO2-Kompensation durch Unterstützung von zertifizierten Klimaprojekten
· Lieferung an Packstationen, um unnötige Zweit- und Drittzustellungen zu vermeiden, wenn der Empfänger nicht zu Hause ist
· Regionalisierung der Lagerhaltung, um die Wege zu verkürzen
Klimaneutraler Versand mit DHL
DHL hat sich Nachhaltigkeit zum Ziel gesetzt und transportiert bereits seit 2011 die nationalen Pakete und Päckchen von Privatkunden mit GoGreen. Privatkunden müssen dafür keinen Aufpreis zahlen. GoGreen wird seit Juli 2022 auch automatisch bei internationalen Sendungen von Privatkunden genutzt. Die nächste Stufe für den nachhaltigen Versand erreicht DHL mit GoGreen Plus. Damit reduziert DHL aktiv die Treibhausemissionen.
GoGreen Plus kann für den nationalen und internationalen Versand von Päckchen und Paketen gebucht werden. Kunden können damit aktiv einen Beitrag für Klima und Umwelt leisten. Im logistischen Netz in Deutschland investiert DHL in zusätzliche Reduktionsmaßnahmen. Beim internationalen Flugtransport wird die Entstehung von Treibhausgasen durch die Nutzung von Bio-Kerosin reduziert.
Bis 2050 will DHL alle logistikbezogenen Emissionen von Klimagasen auf netto null reduzieren. DHL hat dafür ein deutschlandweites Nachhaltigkeitsprogramm ins Leben gerufen.
Klimaneutraler Versand mit DHL GoGreen
DHL verschickt die Pakete und Päckchen weltweit nachhaltig mit GoGreen. Für die Kunden entstehen keine zusätzlichen Kosten. Die beim Transport entstehenden Klimagase werden durch Investitionen in weltweite Klimaschutzprojekte ausgeglichen.
Um unnötige Wege zu sparen, können Privatkunden von DHL die Paketmitnahme nutzen und ihre Pakete den Zustellern mitgeben. Die Privatkunden müssen für die Aufgabe von Paketen nicht in eine Postfiliale gehen.
Kunden können bei ausgewählten Strecken und Sendungen den nachhaltigen Bahntransport wählen und dadurch gegenüber dem LKW-Transport mehr als 30 Prozent an Emissionen sparen.
Klimagase reduzieren mit DHL GoGreen Plus
Kunden von DHL können den Service GoGreen Plus buchen, um für ihre Sendungen den klimagasreduzierten Versand zu nutzen. Bereits aktive Treibhausgase werden vermieden. Zusätzlich investiert DHL in Reduktionsmaßnahmen im logistischen Netz der DHL Gruppe. Das Unternehmen kauft E-Zustellfahrzeuge oder nachhaltige Kraftstoffe. Kunden können auch für den emissionsreduzierten Paketempfang in ihrem Kundenkonto bei DHL GoGreen Plus buchen. Für den emissionsreduzierten Versand der internationalen Päckchen und Pakete können Kunden DHL GoGreen Plus für ausgewählte Strecken bei der Online-Frankierung wählen.
Kunden können erfolglose Zustellversuche vermeiden, indem sie den Empfängerservice nutzen. So können sie den Ablageort, die Paketumleitung oder den Liefertag buchen. Um den Papierverbrauch zu reduzieren, können Kunden die digitale Zustellbenachrichtigung buchen. Dabei wird auf Benachrichtigungskarten aus Papier verzichtet.
Klimaneutraler Versand mit anderen Versanddiensten
Nicht nur DHL bietet mit GoGreen und GoGreen Plus den klimaneutralen Versand an. Auch bei anderen Versanddiensten ist der klimaneutrale Versand möglich.
Klimaneutraler Versand bei Hermes
Hermes arbeitet mit für den CO2-neutralen Versand mit dem Partner Atmosfair, einer gemeinnützigen Klimaschutzorganisation, zusammen und unterstützt Klimaschutzprojekte zum Ausbau von erneuerbaren Energien und Energieeffizienztechnologien. Atmosfair entstand 2004 aus einem Forschungsprojekt des Bundesumweltministeriums. Die Klimaschutzprojekte sind zertifiziert.
Hermes nutzt Elektrofahrzeuge und nutzt an seinen Standorten 100 Prozent Ökostrom zum Aufladen. Bei der Zustellung von Paketen im Paketshop werden im Schnitt 25 Prozent CO2 eingespart.
Klimaneutraler Versand bei DPD
DPD führte bereits 2006 den klimaneutralen Versand ein und hat dafür verschiedene Maßnahmen getroffen. In 350 europäischen Städten werden emissionsarme Verkehrsmittel genutzt. Zwischen 2021 und 2022 konnten die Emissionen gegenüber 2020 um 6,5 Prozent gesenkt werden. Die Zustellung erfolgt in 102 Städten emissionsarm. Die Luftqualität überwacht DPD in 28 Städten. Am 1. Januar 2024 hat sich DHL Netto-Null-Emissionen bis 2040 zum Ziel gesetzt.
Klimaneutraler Versand bei GLS
Bei GLS werden die Sendungen zu 100 Prozent klimaneutral verschickt. Dafür kompensiert GLS die verursachten Emissionen durch den Einsatz von E-Fahrzeugen, die Nutzung von nachhaltigem Strom und die Unterstützung von Aufforstungsprojekten. Kunden von GLS erhalten ein jährliches Zertifikat zum Nachweis des CO2-neutralen Versands.
Weitere klimaneutrale Versanddienste
Neben den großen, bekannten Versanddiensten gibt es noch verschiedene weitere Versanddienste, die zum Teil nur regional tätig sind. Auch diese Dienste können den klimaneutralen Versand anbieten. Über kurze Strecken können die Sendungen mitunter auch umweltfreundlich mit einem Lastenfahrrad transportiert werden. Privatpersonen können sich über die verfügbaren klimaneutralen Versanddienste informieren. Geschäftskunden können mitunter abhängig von ihrem jährlichen Paketaufkommen verschiedene klimaneutrale Versanddienste wählen. Unternehmen verbessern ihr Image, wenn sie sich für klimaneutrale Versanddienstleister entscheiden und ihre Kunden darüber informieren.
Nachhaltigkeit bei den Retouren
Um nachhaltig zu handeln, können Online-Händler auch für nachhaltige Retouren sorgen. Die Versandverpackung, in der die Ware verschickt wurde, kann auch für die Retour verwendet werden. Sie muss sich dafür leicht verschließen lassen, damit der Kunde keine weitere Verpackung benötigt.
Retouren verursachen für die Händler hohe Kosten und sind auch eine Belastung für die Umwelt, da sie den Transport erfordern. Oft entsorgen die Unternehmen die zurückgeschickten Produkte, ohne sie auf Beschädigungen und Fehler zu prüfen und sie erneut anzubieten. Viele Unternehmen betrachten eine Wiederaufbereitung als aufwendig und teuer. Mit einen nachhaltigen Retourenmanagement können Unternehmen alternative Lösungen für Waren entwickeln, die nicht mehr verkäuflich sind.
Unternehmen können mit besseren Produktbeschreibungen und aussagekräftigen Bildern die Zahl der Retouren verringern. Bei Kleidung können den Kunden virtuelle Anprobetools bereitgestellt werden. Mit Anreizen für bewusste Kaufentscheidungen lassen sich Retouren vermeiden. Kunden können Rabatte oder Gutscheine für zusätzliche Einkäufe erhalten, wenn sie mehrfach bestellen und die Waren nicht zurückschicken. Solche Belohnungen schaffen Anreize, die Waren nicht zurückzuschicken.
Die retournierte Ware muss nicht entsorgt werden. Händler können sie zu reduzierten Preisen anbieten, um Kunden eine kostengünstige Alternative zum Neukauf zu bieten. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die retournierten Waren an soziale Einrichtungen zu spenden. Damit können Unternehmen ihr Image bei den Kunden verbessern. Auch die Übergabe der zurückgeschickten Waren an Recycling-Programme ist möglich.


